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Meine Tochter Louise
wurde am 12. Juli 1998 geboren und war nur knapp sechs Jahre auf dieser
Welt. Louise kam mit einem Down-Syndrom auf die Welt und erkrankte im
Alter von zwei Jahren an Leukämie. Bis zu ihrem Lebensende erlitt sie
mehrere Leukämieausbrüche. Durch einen tragischen Zwischenfall ging sie
am 01. Juli 2004 – elf Tage vor ihrem sechsten Geburtstag – in eine
andere Welt voraus. |
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Louise durfte 14 Tage
nach ihrer Geburt und der Diagnose Down-Syndrom, verbunden mit vielen
Untersuchungen, nach Hause entlassen werden. Auf diesem Bild ist sie
zwei Monate alt. Sie ist hier zu sehen mit ihrer Püppi „Käthe“.
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Hier ist Louise drei
Monate alt. Es ist eines der wenigen Bilder, auf denen Louise eine
Schnute zieht.
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Hier hat Louise
gerade ein Wannenbad hinter sich. Das Abrubbeln mit dem Handtuch kitzelt
so doll, dass sie lachen muss.
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Louise zehn Monate
alt. Sie kann schaukeln. Das macht ihr sehr viel Spaß.
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Louise ein Jahr alt.
Sie fängt an zu krabbeln. Louise ist sehr selbstbewusst.
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Verträumte Louise ...
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Louise ist immer sehr
zu Späßen aufgelegt. Hier ist sie etwas sehr aus dem Häuschen.
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Louise hat eine
Schwester bekommen. Es ist Loreen. Weihnachten 1999. Louise ist 1 ½
Jahre alt. Loreen ist drei Monate alt.
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Louise ist auf diesem
Bild zwei Jahre alt. Sie hat sich zu einem hübschen Mädchen gemausert.
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Während der ersten
zwei Lebensjahre erbricht Louise immer wieder ihre Nahrung. Sie verträgt
nur Milch, Milchbrei und etwas Weissbrot. In vier verschiedenen Kliniken
wird sie untersucht. Niemand findet die Ursache. Als Louise einmal fast
bis zur Bewusstlosigkeit erbricht, fahren wir aus der Notsituation
heraus in eine Klinik außerhalb unseres Bundeslandes. Dort stellt man
fest, dass Louises Darm an einer Stelle verschlossen ist bzw. nur
Nahrung hindurchgeht, die sehr flüssig ist. Louise wird operiert und
kann danach alles essen. Sie erholt sich sehr schnell. |
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Dann der Schock.
Louise hat Leukämie. Innerhalb von ein paar Tagen wird Louise gelb am
Körper, bekommt blaue Flecken, hat Zahnfleischbluten und hohes Fieber.
Louise ist sehr blass. Sie erhält eine Blutkonserve und beginnt schon
kurz darauf mit einer Chemotherapie. |
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Louise soll für
mehrere Monate eine Chemo-Intensiv-Therapie bekommen über den
Infusionstropf. Die Medikamente sind sehr aggressiv. Sie reizen die
Schleimhäute. Die Mundpflege – und alle anderen Dinge, die mit der
Leukämietherapie verbunden sind – steht Louise artig und vorbildlich
durch. |
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Trotz ihres
Schicksals ist Louise immer noch sehr zu Scherzen aufgelegt. Hier wartet
sie in ihrem Gitterbett in ihrem Krankenschwesterdress auf die
morgendliche Arztvisite.
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Endlich einmal
zuhause. Louise ist in ihrem Element: Doktorspielchen mit Loreen. Die
beisst erst einmal kräftig in das Blutdruckmessgerät. Louise piekt
derweil ihrer Schwester mit der Spritze ins Bein. |
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Louise hat die ganze
Winterzeit in ihrem Krankenbett verbracht. Nun hat sie mit dem im April
einsetzenden Schnee noch etwas Vergnügen. Louise geht es nicht so gut,
aber sie geniesst trotz allem das Schlittenfahren.
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Hier Schlittenfahren
im Doppelpack.
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Ein Schneemann auf
Nachbars Grundstück. Louise bewundert ihn. Man, ist der aber groß.
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Die Haare fallen spät
aus. Louise sieht aus wie ein Schäfchen. Sie trägt es mit Fassung und
bewundert sich im Spiegel. Dabei äußert sie: „Oh, meine Haare. Sieht
aber toll aus!“
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Louise und Loreen im
Sommer. Louise ist drei Jahre alt. Loreen immer etwas über ein Jahr
jünger.
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Louise hatte schon
wieder den Mund ganz fürchterlich kaputt. Das sechste Mal.
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Louise einmal nur zur
ambulanten Kontrolle und einer Blutkonservengabe. Das macht sie doch mit
links. Ist ja nicht der Rede wert ...
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Louise hat die
Intensivphase gut durchgestanden. Jetzt folgt für 1 ½ Jahr eine weitere
Chemotherapie in Form von Tabletten und Spritzen. Diese kann zuhause
durchgeführt werden mit wöchentlichen Blutkontrollen im Krankenhaus.
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Louise an ihrem
Computer. Sie kann die Maus sehr gut bedienen. Sie hat eine unglaubliche
Fingerfertigkeit.
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Louise und Loreen
machen Musik. Trommeln mögen beide sehr gerne und sehr laut.
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Louise darf noch
nicht wieder in den Kindergarten gehen, weil ihre Abwehr noch nicht ganz
so gut ist. Sie darf aber zusammen mit der Erzieherin nachmittags ein
wenig im Kindergarten spielen, wenn keine Kinder dort sind. Hier sitzt
Louise auf einer Hüpfburg und freut sich bescheiden.
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Ein Küsschen für
Louise. Ein Küsschen für Loreen. Die beiden lieben sich sehr.
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Louise geht es sehr
gut. Ihre Werte sind super. Die Haare wachsen wieder. Hier badet Louise
ihre Püppi „Lissi“. Eine richtig liebevolle Puppenmami ist sie.
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Louise ist jetzt vier
Jahre alt und geht wieder in den Kindergarten. |
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Louise wie die Queen.
Mit ihrem Freund Max fährt sie durch den Nachbarsgarten.
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Was für eine
Haarpracht ... Das Ende der gesamten Chemotherapie naht.
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Traurige Louise.
Louise hat einen Rückfall. Nur wenige Wochen nach Beendigung der
Chemotherapie in Tabletten- und Spritzenform sind die bösen Zellen
wieder durchgebrochen. Louise erhält nun eine Chemotherapie in
intensiver Form von doppelt so langer Zeit und doppelt so hoher Dosis
wie beim ersten Mal. Sie kann nicht mehr laufen, hat sehr starke
Schmerzen. Währen der Chemotherapie bekommt Louise auch noch Windpocken. |
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Weihnachten. Louise
und Loreen einmal wieder im Partnerlook. Wieder liegt eine harte Zeit
hinter uns, die Louise sehr gut durchgestanden hat. Was so ein kleiner
Wurm aus hält ...
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Louise wie in den
Wolken.
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Und die Haare wachsen
wieder. Louise ... so ein hübsches Mädchen. Sie befindet sich jetzt
wieder in der Dauertherapie mit Tabletten und Spritzen.
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Louise geht es
blendend. Sie darf wieder in den Kindergarten. Hier sitzen die beiden
Mädchen auf der Gartenbank vor unserem Haus und warten auf den Zivi, der
sie morgens zum Kindergarten abholt. Was niemand ahnt. Bereits jetzt
schlummern erneut böse Zellen in Louises Körper.
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Hier stehen Louise und Loreen im Garten vor unserem Haus. Unsere
Gemeinde hat uns einen Gartenzaun gespendet. Stolz zeigen Louise und
Loreen ein Element.
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Louise und Loreen
ausgelassen bei einer Familienfeier.
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Louise befindet sich
schon wieder unter Chemotherapie. Louise erhält zwei sehr aggressive
Chemos, die sie auf eine Knochenmarktransplantation
vorbereiten sollen. Diese Chemos sollen die bösen Zellen vernichten. Die
ersten schlagen nicht an. Es werden weitere verabreicht, die anschlagen.
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Louise und Loreen an
der Schlei. Loreen kommt als Knochenmarkspenderin in Frage für ihre
Schwester Louise. Ein Wunder ...
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Louise mit ihrer
Schwester Loreen, die ihre Lebensretterin werden könnte. An Louises
Finger klebt ein Pflaster. Das ist vom wöchentlichen Fingerpieks, den
sie für eine Blutkontrolle über sich ergehen lassen muss. Aber auch das
macht sie mit links. |
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Zur
Knochenmarkübertragung kommt es nicht. Louise – einen Tag, bevor sie in
diese andere Welt vorausgeht. Louise stirbt zuhause in ihrem Bett ...
unerwartet ... einfach so. |
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Die Zeit mit Louise
war mit Abstand die schönste in meinem bisherigen Leben. Mit einer ganz
besonders tapferen und vorbildlichen Art hat Louise ihr Schicksal
gemeistert. Sie hat allen Menschen mit ihrer fröhlichen, ungewöhnlichen
und bewundernswerten Verhaltensweise gezeigt, wie man wirklich lebt; wie
man intensiv lebt.
Louises
Garten... ... im Herbst



... im Winter



... im Frühling



... im Sommer



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